stromluege

Die Kollegen des Mediums „Die Zeit“ haben eine beachtliche Meldung in Umlauf gebracht:

Stromanbieter Tennet erhöht Preise um 80 Prozent

Da bekommt man gleich Mut zum lesen, sucht man doch bei Verivox, Check24 und Co vergeblich nach einem Stromanbieter mit dem Namen „Tennet“. Zum Glück wird bereits im Teaser aufgeklärt, dass es sich um einen Netzbetreiber und  nicht um einen Stromanbieter handelt.  Ein Titel „Netzbetreiber erhöht Preis um 80 Prozent“  hätte aber bestimmt weniger Leser generiert, wo doch die Wort-Kost durchaus Potential für den Kopfschüttler der Woche hat.

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GrünStromJeton

„Die Strompreise sinken und sinken – aber nur für Grosskunden.“ schreibt man bei MoneyCab für die Schweiz.

In Deutschland sieht es nicht viel besser aus, auch wenn sich das Preisniveau an der Spotbörse für die Produkte hierzulande in den letzten Monaten eher einem Trend zur Seite folgen. Beim Stromkunden kommen von Bezugspreisen von unter 4 Cent je Kilo-Wattstunde aus der Steckdose ein vergoldetes Produkt zum Preis von meist mehr als 25 Cent. Eine mit großen Tönen angekündigte Reform des Strommarktes im vergangen Jahr zeigt seine Wirkung in immer neuen Ideen, die letztendlich nur den Preis nach oben drücken – nicht aber den Stromkunden erreichen. Am 15. Oktober eröffnet die Verkündung der Umlage des Erneuerbaren-Energie-Gesetzes (EEG) für das Jahr 2017 die Saison der Strompreisdiskussion.

Was ist es, was die Schere zwischen Großkundenpreis und privaten Stromkunden so weit auseinander gehen lässt?

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Kombiniert man die Blockchain Technologie mit der Digitalisierung der Energiewirtschaft, dann entstehen ganz neue Handlungsfelder. Konnte man als Stromkunde bislang einen Ökostromtarif bei seinem Lieferanten wählen, welcher lediglich sicherstellt, dass irgendwo in das Netz grüner Strom eingespeist wird, so ist es nun möglich auch auf der Seite der Entnahme (des Verbrauchs) den Anteil an Strom  aus Wind- und Solarkraft zu bestimmen und kenntlich zu machen. GrünStromJeton verwandelt  jeden Stromzähler, unabhängig vom Typ, Stromanbieter oder Netzbetreiber, in ein Sparkonto für Grünstrom.

Die Jetons erhalten Stromkunden kostenlos, sobald mindestens 2 Zählerstände innerhalb von 24 Stunden bekannt sind. Basierend auf HTML und Javascript kann die Anwendung auf einem beliebigen Webserver abgelegt werden oder sogar frei von  zentralen Servern als Google-Chrome-Erweiterung   genutzt werden. Einzig verbindendes Element ist die öffentliche Ethereum Blockchain in der transparent die Herausgabe von Jetons kenntlich gemacht wird.

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Die Energiewirtschaft soll die Blockchain revolutionieren können, meint die Süddeutsche Zeitung unlängst. Bei der Wirtschaftswoche sieht man die Solaranlagen-Besitzer als Stromhändler und bei den Energie Experten will man ein Projekt aus den USA als Retter der Energiewende in Deutschland sehen.  Viel Euphorie – oder Hype – für eine Datenwurst, wie der Sonnenflüsterer die Technologie bezeichnet, was verbunden mit dem Beitrag von Energate die Schlussfolgerung nahe legt, dass die bestehende Energiewelt aus Würsten besteht, welche sich jetzt selbst aufisst. Risiko…

Was tun sprach Zeus, die Götter sind besoffen und der Olymp ist vollgekotzt.
(Thomas Gottschalk in „Die Supernasen“)

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Sogenannte Mieterstromprojekte erfreuen sich immer weiterer Beliebtheit. Die Idee ist einfach: Anstelle von einem konventionellen Stromanbieter den Strom zu beziehen, wird ein exklusives Angebot geschaffen, welches den Strom aus einer Erzeugungsanlage im gleichen Gebäude liefert. Zusätzlich benötige Strommengen werden zugekauft – eine Kopplung mit Wärme ist generell möglich.

Soweit die Versprechen, die sich massenweise von vielen Dienstleistern im Netz tummeln. In der Realität ist gerade die Abrechnung der Mieter zwar grundsätzlich geklärt, jedoch scheint diese Null-Leistung der einzige Mehrwert der Anbieter zu sein. Eine Leistung, die auch von einem „Unstoppable“ Smart-Contract für „Lau“ erledigt werden könnte.

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